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Freie Presse - Auerbacher Zeitung - Mittwoch, d. 20.05.2026
Vogtländer lädt in seine Scheune ein
Zu Pfingsten öffnen Künstler, Ateliers und Galerien in der Aktion „Kunst: offen in Sachsen“ traditionell ihre Türen. Im Vogtland gibt es nur noch drei Teilnehmer. Einer von ihnen ist Bernd Windisch, der sich „mit etwas Übermut“ angemeldet hat.

Von Sylvia Dienel

Bergen - Als Künstler versteht sich Bernd Windisch nicht unbedingt. Obwohl er seit Jahren eigene Kreationen schafft. Jetzt geht er damit an die Öffentlichkeit: Zur 22. Ausgabe der Pfingst-Aktion „Kunst: offen in Sachsen“ sperrt der Bergener seine „Neue Scheune“ auf und zeigt, was er zu bieten hat: eigene Installationen, Skulpturen und gesammelte Werke anderer Künstler. Bernd Windisch rechnet damit, dass einiges davon für Gesprächsstoff sorgt und zum Nachdenken anregt. Was es auch soll.
Sämtlichen Werken ist zu entnehmen, dass ihr Schöpfer der aktuellen Bundes- und Weltpolitik, den Religionen und anderen Dingen auf die Finger schaut. Dem technischen Fortschritt zum Beispiel. „Vertreibung aus dem Paradies“ hat Bernd Windisch eine seiner Skulpturen genannt und dafür einen schlangenförmigen Ast mit einem Apfel und zwei Handys zusammengefügt. Mit „Niedergang“ sind hauptsächlich Imperien gemeint. Wie Gäste auf „Denk mal“ reagieren, muss sich zeigen. Wer genau hinschaut, erkennt Symbole der drei großen Weltreligionen: ein Kreuz, einen Davidstern und einen Halbmond aus Holz oder Metall. Sie sind verwoben, aber was fehlt, ist die Harmonie.
Was eine Hobelbank mit „Erpressung“ zu tun haben kann, erklärt Bernd Windisch Besuchern notfalls gerne. Hinter dem Gebäudekomplex führt die Entdeckungsreise zu einer Himmelsleiter und zum „Baum der Erkenntnis“. Bernd Windisch glaubt, aber nicht an einen Gott. „Die Leute sollen glauben, was sie wollen“, sagt er. „Man muss sich nur gegenseitig tolerieren können.“ Überlegungen wie diese drängen sich Bernd Windisch oft auf. „Und dann muss das raus“, sagt er. „Gedanken zum Zeitgeschehen“ hat der aufmerksamen Zeitgenosse seine Ausstellung genannt.


„Und dann muss das raus.“

Bernd Windisch Kunstschaffender aus Bergen

Drinnen ziehen Kunstwerke anderer Urheber Blicke auf sich. Durch ihre Schlichtheit beeindruckende Gemälde, die ein Berliner Psychologie-Professor Bernd Windisch überließ. Und Teile einer Schauanlage, die einst im Schönauer Freibad zu Hause war: Miniaturhäuser und bewegliche Figuren, mit denen der ortsansässige Bauer Karl Singer in die Regionalgeschichte einging. Auch Bernd Windisch stand als Kind staunend davor. Dann verlor er sie aus den Augen, bis Anfang der 1990er-Jahre eine Herberge für die Volkskunst-Schätze gesucht wurde. Der Bergener öffnete sein Grundstück, arrangierte sie zur Ausstellung und suchte schließlich eine neue Heimat. Die fand er nach langem Suchen in den Plauener Weberhäusern. „Dort stehen sie mehr im Mittelpunkt“, freut er sich. Was sich nicht integrieren ließ, blieb bei ihm in Bergen.
Zusammen mit seiner Frau Gabriele baute Bernd Windisch das vom Urgroßvater errichtete Umgebindehaus auf dem Grundstück um, aus und an. Aus der alten Scheune entstand eine neue samt Ferienwohnung. „Daran kann man auch angewandte Kunst demonstrieren“, findet der gelernte Tischler Jahrgang 1944. Mit „etwas Übermut“ habe er sich zum Pfingst-Event gemeldet, sagt Windisch. „Ich meine, die Kunst darf nicht still zusehen in diesen turbulenten gesellschaftlichen Wirren“, erklärt der Bergener, warum er auch dabei sein will. Weil der Dialog mit anderen Künstlern und Kunstinteressierten nicht nur zwischen Tür und Angel stattfinden soll, bietet er eine Art Stammtisch an.
Die Aktion „Kunst: offen in Sachsen“ will Aktivitäten aller Sparten transparent und erlebbar machen. Umso mehr wundert sich Bernd Windisch, dass zur 22. Ausgabe lediglich drei vogtländische Adressen auf der Teilnehmerliste stehen. Außer ihm sind das die Intarsienstube von Sigmar Zahn in Jößnitz und der Vogtländische Kunstverein Göltzschtal in Auerbachs Kulturfabrik. (dien)
Service: Teilnehmende Kunstadressen sind vom 23. bis 25. Mai jeweils zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Bernd Windischs Bergener Scheune steht Am Forsthaus 9.



Bernd Windisch vor seiner „Neuen Scheune" neben einem symbolischen Gedankengrab. Foto: Sylvia Dienel



Bernd Windisch und sein künstlerischer Seitenhieb auf das Handy-Zeitalter. Foto: Sylvia Dienel



Eine Tanzkapelle aus der Schauanlagen-Werkstatt von Karl Singer, die bei Bernd Windisch zu Hause ist. Foto: Sylvia Dienel



Letzte Aktualisierung am Mittwoch, den 20. Mai 2026 - 16:10 Uhr  






Unterliegerinformation der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen gemäß Anzeigepflicht zum Ablassen von Wasser nach § 22 SächsWG


An folgenden Terminen wird im Zeitraum von 07:00 Uhr bis 15:30 Uhr die Abgabe der Talsperre Werda auf 2,00 m³/s erhöht.


21.01.26 22.04.26 22.07.26 21.10.26
25.02.26 20.05.26 26.08.26 25.11.26
25.03.26 24.06.26 23.09.26 21.12.26
Der schadlose Abfluss unterhalb der Talsperre von 2,00 m³/s wird nicht überschritten.







 

 





Letzte Aktualisierung am Donnerstag, den 12. Februar 2026 - 10:31 Uhr  

 


 




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